BFW-Praxisinformation 53: Die Zukunftsbaumart Eiche

Nov 10, 2021 | Allgemein

Die Eichenarten werden forstlich in vielen Regionen Österreich deutlich an Bedeutung gewinnen, unter anderem auch an der unteren Waldgrenze, auf vielen sekundären Fichtenstandorten und in inneralpinen Trockentälern. Denn: Im Zuge des Klimawandels ist mit zunehmendem Trockenstress für unsere Bäume zu rechnen. „ Eichen haben den Vorteil, dass sie sich rascher vom Trockenstress erholen können und bei geeigneter Bewirtschaftung eines unserer wertvollsten Laubhölzer heranwächst“, sagt Peter Mayer, Leiter des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW).

Den Eichenarten war der BFW-Praxistag 2021 gewidmet, die Vorträge wurden in der vorliegenden BFW-Praxisinformation 53 zusammengefasst. Bei Eiche sollte die Wertholzproduktion im Vordergrund stehen. Die Aufforstung gehört zu den kostenintensivsten waldbaulichen Tätigkeiten, in Heft 53 werden die Kosten exemplarisch für die empfohlenen Aufforstungsvarianten Reihenpflanzung, Reihenmischung und Trupppflanzung durchgerechnet.

Aber viel wichtiger als die Form der Aufforstung sind ein klares Konzept, gutes Pflanzmaterial und die richtige Pflege in den ersten Jahren. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann der Eiche mit vertretbaren Mitteln jener Raum gegeben werden, der ihr zusteht. Sie hat mit ihren Arten das Potential, mit der Klimaerwärmung als wirtschaftliche Leitbaumart auf unseren wärmsten Standorten am ehesten zurechtzukommen.

Download
BFW-Praxisinformation 53: Die Zukunftsbaumart Eiche unter bfw.ac.at/webshop

Rückfragen
Christian Lackner
Bundesforschungszentrum für Wald
0664 / 8412702
christian.lackner@bfw.gv.at

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